Aktuelle Information für unsere Mandanten und Geschäftsfreunde April 2015

VMZ-Privatpolice
 

Privathaftpflichtversicherung

 

Beim Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung sind neben der Vereinbarung einer ausreichenden Deckungssumme bestimmte Einschlüsse beachtenswert:

Forderungsausfalldeckung

Dies bedeutet, dass der Versicherer zusätzlich Deckung für den Fall gewährt, dass ein Dritter der versicherten Person einen Personen- oder Sachschaden zufügt und die Schadenersatzforderung nicht durchgesetzt werden kann, weil der Schädiger keine  Privathaftpflichtversicherung besitzt und auch nicht über ein ausreichendes  Privatvermögen verfügt.

Gefälligkeitsschäden

Unter Gefälligkeiten versteht man die unentgeltliche Erbringung von Arbeiten und Dienstleistungen, auf die der Leistungsempfänger keinen Anspruch hat. Beispiel: Das Beaufsichtigen von Nachbarskindern oder die Mithilfe beim Umzug des Freundes. Kommt es hierbei zu einem Schaden, so spricht man von einem Gefälligkeitsschäden.  Es widerspricht dem menschlichen Empfinden, wenn jemand, der einem anderen unentgeltlich und unter gewissem Aufwand einen Gefallen erweist, auch noch das Haftungsrisiko für einen damit verbundenen Schaden tragen soll.  Nach der Rechtsprechung sind Sie für Schäden, die aus Gefälligkeiten entstehen, nicht ersatzpflichtig.

Besser und auf der sicheren Seite stehen Sie, wenn Ihr Haftpflichtversicherung solche Gefälligkeitsschäden einschließt.

Geliehene Gegenstände


Geliehene und gemietete Gegenstände werden normaler Weise wie eigene Gegenstände gesehen und behandelt und wären somit durch die Haftpflicht-versicherung nicht gedeckt. Die geliehenen oder gemieteten Gegenstände können seit geraumer Zeit in einigen Haftpflichttarifen eingeschlossen werden.


Schlüsselverlust zu fremden Schlössern


Nicht selten kommt es vor, dass man seinen Schlüsselbund verlegt. Meist findet sich dieser relativ kurzfristig wieder. Doch kommt es einmal zum tatsächlichen Verlust hängen an dem Schlüsselbund meist auch Schlüssel zu fremden Wohnungen, Briefkästen, oder des Arbeitgebers. Je nach Größe der Schließanlage kann dies zu Kosten über 10.000 € führen.
Dieses Risiko kann man über den Einschluss in der Privathaftpflicht absichern.


Deliktunfähige Kinder

Grundsätzlich gelten Kinder bis zu 7 Jahren als deliktunfähig. Das bedeutet,  sie können für von ihnen verursachte Schäden nicht haften. Auch eine Haftpflichtversicherung muss bei Schäden,  die von einem Kind unter 7 Jahren verursacht wurden, nur unter bestimmten Voraussetzungen haften. Haftpflichtversicherungen müssen nur für Schäden von Kindern unter 7 Jahren aufkommen, wenn Eltern Ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen sind. Verstoßen Eltern nicht gegen Ihre Aufsichtspflicht, braucht auch die Haftpflicht-versicherung nicht zahlen. Auch Eltern müssen dann nicht selbst bezahlen. Der Schaden geht zu Lasten des Geschädigten. 

Einige Private Haftpflichtversicherungen ermöglichen die Absicherung von deliktunfähigen Kindern. Wird eine Haftpflicht mit dem Einschluss von Schäden durch deliktunfähige Kinder abgeschlossen, so zahlt die Versicherung auch Schäden von Kindern unter 7 Jahren.

Leistungen im Kfz-Bereich

Kfz-Schäden sind in der Privathaftpflichtversicherung generell ausgeschlossen. Mittlerweile bieten jedoch einige Versicherer spezielle Bausteine an, über die man z. B. Be- und Entladeschäden (z. B. durch Anprall mit Einkaufswagen), falsches Betanken oder Sachschäden durch Öffnen der Kfz-Tür (z. B. Kind stoßt beim Aussteigen mit Kfz-Tür an ein anderes Fahrzeug) absichern kann. Der Umfang dieser Bausteine ist von Gesellschaft zu Gesellschaft variabel und sollte, wenn gewünscht, bereits bei der Angebotserstellung abgeklärt werden.


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