Aktuelle Information für unsere Mandanten und Geschäftsfreunde Januar 2017
Sachversicherungen
 
"Und wer zahlt das jetzt"
Schäden durch versuchten Einbruch
 

Statistiken zeigen, dass Einbruchdiebstähle in den vergangenen fünf Jahren im Bundesgebiet rund um ein Drittel angestiegen sind. Sowohl im Stadtgebiet als auch auf dem Land.

Tief sitzt der Schock von Familie G. Als sie nach ihrem Neujahresurlaub nach Hause zurückkehrten entdeckte Sabine G. ein eingeschlagenes Badezimmerfenster. Trotz der Befürchtungen, die Familie sei während ihrer Abwesenheit Opfer eines Einbruches geworden, stellte sich beim Überprüfen der Wohnungseinrichtung heraus, dass keinerlei Wertgegenstände entwendet wurden. Offenbar wurde der Täter bei seinem vorhaben gestört und hatte dieses abgebrochen.

Familie G. stellt sich nun die Frage, wer für den entstandenen Schaden am Fenster aufkommen muss. Natürlich bestünde ein Schadenersatzanspruch gegen den Einbrecher - der der muss ja erst einmal gefasst werden!

Glücklicherweise verfügt die Familie G. über ausreichenden Versicherungsschutz und da es sich um ein beschädigtes Fenster handelt, meldet Herr G. den Schaden seinem Wohngebäudeversicherer und ist erstaunt, als er wenig später ein negatives Antwortschreiben erhält.

Die Versicherung argumentiert zu Recht, dass die Gebäudeversicherung lediglich bei den allgemein bekannten Gefahren wie Feuer, Sturm usw. schützt. Standardmäßig gehört der Schutz einer Immobilie bei Einbruchschäden jedoch nicht mehr zum Leistungsumfang einer Wohngebäudeversicherung. Das wird für alle die zum Problem, die bis zuletzt der Ansicht waren, keine Hausratversicherung zu benötigen.

Weil diese Schäden unmittelbar mit dem Hausrat in Verbindung stehen, ist eine Regulierung über die Hausratversicherung möglich. die Kosten, die Familie G. durch die Reparatur oder dem Austausch eines des beschädigten Fensters entstehen, können also über die Hausratversicherung reguliert werden. Allerdings muss ersichtlich sein, dass der entstandene Schaden eindeutig auf das Werk eines Einbrechers zurückzuführen ist. Sollten keine Einbruchspuren durch die Polizei festgestellt worden sein, handelt es sich lediglich um eine Sachbeschädigung, die keine Versicherung übernimmt.

Glücklicherweise alarmiert Herr G. nach dem festgestellten Schaden umgehend die Polizei und brachte das Vergehen zur Anzeige.

Wie ist aber die Sachlage nun bei versuchten Einbrüchen an gewerblichen Objekten?

Auch bei Gewerbeobjekten häufen sich die Einbrüche in den letzten Jahren dramatisch. Gehen wir daher auch einmal davon aus, nicht das private Wohnhaus von Familie G. wurde beschädigt, sondern die kleine Buchhandlung, welche Frau G. führt. Auch in diesem Falle wird in der Regel - analog zur Hausratversicherung - der entstandene Schaden über die Betriebs-/Geschäftsinhaltsversicherung reguliert - sofern vorhanden.

Sie haben Fragen rund um das Thema "Diebstahlschutz"? Rufen Sie uns einfach an, oder schreiben Sie uns eine Nachricht an info(at)axon-vmz.de.

(VEMAX-Artikel v. 17.01.2017)